Steppenwölfe
bevor die Wege sich trenn kann ich Wege erkenn/
die ich gehen muss doch die unsre Leben auftrenn/
muss mir die Nase versengen in glühendster Hitze/
dem ausschnit zeit nachhäng’n den ich früher nie misste/
und jeden tag hab ich angst dich im wahn zu verlieren/
lass mich dein Unterbewusstsein -kartografieren/
ich will es nicht sezieren will es intakt lassen/
will dein Sein begründen und es nicht abschaffen/
mich herablassen in die schwärzesten tiefen/
die hellsten höhen um mich dann überall zu verlieben/
renne durch Steppen und die Tundra ewige Weiten/
die wir beide durchstreifen ohne das Pfade sich gleichen/
und doch überschneiden – an kreuz und gabelung/
lass uns schauen, lass uns schmecken lass uns wagen – uns/
bist nicht zahm, ja, und, mich kann man mit Grenzen nicht locken/
und sicher ist jeder Steppenwolf wird im Käfig gebrochen/
Deine rauhe, starre Mähne ist mein Heimatland/
Unsere Füße lassen Grüße für den Wüstensand/
bis morgen früh gerannt zwei im gleichen schritt/
zwei steppenwölfe sind gleichauf nimm mich ein stück mit/
Meine wüsten,grauen Augen sehen auch für dich/
denn die Sterne in kalten Nächten geben kaum Licht/
ein Marsch ein Weg ein Tritt zwei im gleichen Schritt/
zwei Steppenwölfe sind gleichauf nimm mich ein Stück mit/
Nehme Witterung auf inmitten des Laufs/
Ich blick zu ihm auf, seine Schritte vertraut/
ich riech seine Haut er meine auch/
Die Wüste zwingt zum innehalten doch noch geb ich nicht auf/





