Auf spitzen Zehen
Ich tänzle dem Abgrund entgegen auf spitzen Zehen/
den Kopf voller Beweise die alles sagen, nichts belegen/
Geist, vertreib die Trauer die meine Wunderwelt zerfrisst/
auf der Suche nach der Seele die im Grunde älter ist/
im Unverhältnis ist zu dem an sie gestellten Anspruch/
ein Schmuddelkind verloren zwischen Prunk- und Glanzsucht/
mit Handkuss begrüßt und mit Schlägen vertrieben/
liegen ihre Stärken in den Höhen neben den Tiefen/
und in jenen Briefen geschrieben an je sieben/
die ahnen was sie verheißen doch den Umschlag nie kriegen/
entsiegeln, erbrechen das Wappen geschaffen in Wachs/
in Farben des Mutes, des Blutes und finsterster Nacht/
verblichen und matt und doch überdeutlich/
es zetert und piesakt doch es überzeugt nicht/
im Kreuzstich vernähts mir den Mund verschlägt meine Sprache/
kein Wort, keine Frage nur der Aufschlag als Strafe/





